Tirol ist in Sachen Tierschutz spitze!
Tierschutz in Tirol ist seit zwei Jahrzehnten untrennbar mit einem Namen verbunden: Inge Welzig. Zum morgigen Welttierschutztag zieht sie eine erfreuliche Bilanz: „Tierschutz genießt nirgends so viel Ansehen wie in Tirol.”
„Wir sind nicht imstande, die Welt zu verändern. Aber es hat sich viel getan. Die Aufmerksamkeit der Bevölkerung dem Tierschutz gegenüber ist enorm gestiegen.” Unerwartet positiv fällt das Resümee von Inge Welzig über zwei Jahrzehnte Tierschutzarbeit in Tirol aus.
Die gebürtige Salzburgerin lebt seit 30 Jahren in Tirol und machte sich zuerst in Rum als Igel-Retterin einen Namen. Sich selbst bezeichnet die gelernte Drogistin als Tierschutz-Quereinsteigerin: „Von der Erziehung her verfügte ich über eine höchstens durchschnittliche Tierliebe, gepaart mit einer Todesangst vor Hunden.”
Schimpfwort Tierschützer
Das legte sich, als sie sich nach der Scheidung die Frage nach ihrer weiteren beruflichen Orientierung stellte. Nachdem sie als Igel-Mama schon erste Tierschutz-Luft geschnuppert hatte, entschied sie sich für diese Richtung. Vor 19 Jahren bezog sie das Büro des Tierschutzvereins für Tirol, damals noch im Landhaus. „Das waren noch Zeiten”, erinnert sich Welzig, „ein Anruf pro Tag. Heute arbeite ich pro Monat 1500 und mehr Telefonate ab.”
Auch sonst hat sich viel getan. „Als ich angefangen habe, galt Tierschützer noch als Schimpfwort!” Mittlerweile hat sich das - nicht zuletzt durch Welzigs engagiertes Auftreten auch in der Öffentlichkeit - wesentlich geändert. Vor allem in Tirol. „Nirgends ist die Tierschutzarbeit so anerkannt wie in Tirol”, freut sich die Kämpferin. Am besten zeige sich das bei den Kastrationen: „Früher haben mich die Bauern mit der Heugabel verjagt, wenn ich deren Katzen kastrieren wollte. Die haben geglaubt, sie hätten das Recht, junge Katzen zu erschlagen. Heute ist das nicht mehr so.”
Großes Fest im Tierheim
Und das wirkt sich aus. Vor allem finanziell. 200.000 Euro aus dem Gesamtbudget des Vereins in Höhe von einer Mio. Euro gehen für Tierarztkosten drauf. Apropos Finanzen: Dank der Subventionen des Landes (25 Prozent) und diverser Erbschaften (20 Prozent) halten sich die Tierschützer gerade so über Wasser. Zuletzt verschaffte der Landeskulturfonds zusätzlich etwas Luft. Am wichtigsten aber sind für Welzig die mehr als 15.000 Vereinsmitglieder. „Damit liegen wir sogar vor den Fußballern und den Jägern”, ist sie stolz. Spenden seien übrigens immer willkommen, sagt sie: Tiroler-Sparkasse, BLZ: 20503, Kto.Nr.: 0000-025189.
Aus Anlass des Welttierschutztages am Samstag, 4. Oktober, findet übrigens ein großes Fest statt: „Ab 14 Uhr warten beim Tierheim Mentlberg in Innsbruck zahlreiche Attraktionen und eine tolle Tombola auf möglichst viele Gäste.”

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