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Leopardgecko - Eublepharis macularius

admin am Donnerstag, 2 Oktober 2008Keine Kommentare
Leopardgecko - Eublepharis macularius

Beschreibung: Leopardgeckos können – je nach Unterart – eine Körperlänge bis zu 30cm erreichen. In etwa 2/5 bis 1/2 der Gesamtlänge entfallen auf den Schwanz. Der Schwanz ist bei gut genährten Tieren sehr prall und dient den Tieren als Fettspeicher.

Leopardgeckos gehören zu den Lidgeckos, was bedeutet, sie haben echte Augenlieder und können dadurch – im Gegensatz zu anderen Geckoarten – ihre Augen schliessen.

Die Leopardgeckos sind reine Bodenbewohner und haben keine Haftlamellen an den Zehen, sondern ganz normale Krallen.

Terrarium: Leopardgeckos benötigen ein Terrarium, welches mehr Bodenfläche benötigt als Höhe. Die gesetzlichen Mindestmaße betragen:

1-2 Tiere, bis 10cm - Grundfläche 0,10qm, Höhe 0,30m

1-2 Tiere, 10-15cm - Grundfläche 0,30qm, Höhe 0,40m

1-2 adulte Tiere - Grundfläche 0,50qm, Höhe 0,40m

Für jedes weitere Tier werden 0,10qm (adulte Tiere 0,20qm) Grundfläche benötigt.

Ein Terrarium darf nur mit einem Männchen besetzt werden, da sich die Männchen untereinander nicht vertragen. Ein Männchen kann aber mit mehreren Weibchen gehalten werden. Die Empfehlung für die Terrariengröße für eine Gruppe mit einem Männchen und maximal drei Weibchen liegt bei 100×50x50 (Länge x Breite x Höhe in cm)

Leopardgeckos stellen keine hohen Ansprüche an die Einrichtung. Was sie dringend benötigen sind Höhlen, in die sie sich tagsüber zurückziehen. Als Bodengrund verwendet man entweder groben Sand, den man mit Kieselsteinen mischen kann, oder man kann auch Zeitungspapier mit einer Lage Küchenpapier darüber verwenden. Man kann natürlich auch andere Bodengründe verwenden, wobei von feinem Sand wie z.B. Spielkastensand abzuraten ist, da besonders Jungtiere bei Verschlucken unter ernsthaften Verstopfungen leiden können. Eine Trinkschale, eine Schale mit Mineralien (z.B. zerriebene Sepiaschalen) und ggf. ein Behälter mit feuchtem Sand oder Vermiculit zur Eiablage vervollständigen die Einrichtung.

Beleuchtung: Leopardgeckos brauchen wegen ihrer Nachtaktivität keine spezielle Beleuchtung. Wenn in das Terrariumzimmer ausreichend Tageslicht fällt, wird keine Beleuchtung benötigt, da die Tiere dann auch einen normalen Tag- und Nachtrhytmus haben. Es ist dann nur darauf zu achten, dass die benötigten Temperaturen auf andere Weise erzeugt werden.

Wird eine künstliche Beleuchtung genutzt, so wird empfohlen die Beleuchtungszeiten auf 10-12 Stunden im Sommer und 6-8 Stunden im Winter einzustellen.

Temperatur: Im natürlichen Habitat der Leopardgeckos liegen die Temperaturen in den Sommermonaten bei 25°C - 28°C. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass die Temperaturen auch auf über 40°C im Schatten steigen und auch in der Nacht nicht unter 28°C sinken. In den Wintermonaten liegen die Temperaturen bei ca 25°C und sinken sogar etwas unter den Gefrierpunkt, wobei die Temperaturen in den Verstecken bei 5°C - 10°C liegen.

Insgesamt muss bei diesen Temperaturangaben gesagt werden, dass sie je nach Fundort der Tiere stark variieren können, und deshalb nur als Anhaltspunkte angesehen werden können. Es werden Temperaturen von 27°C - 32°C tagsüber und 20°C - 25°C nachts empfohlen, wobei tagsüber lokal Temperaturen von 40°C erreicht werden können. Zum Erwärmen der kann man Glühbirnen oder aber auch Heizmatten und -kabel verwenden, dabei muss man darauf achten, dass die Schlafhöhlen nicht erwärmt werden.

Luftfeuchtigkeit: Die Luftfeuchtigkeit liegt bei ca 50-70%, in den trockenen Sommermonate bei ca 30-40 %. In den Verstecken liegt die Luftfeuchtigkeit dann bei 40-56 %. Während Monsunregens steigt die Luftfeuchtigkeit auf 70-80 %. Die Geckos sind besonders in warmen und feuchten Nächten aktiv. Es ist wichtig, dass man den Tieren auch Plätze mit höherer Luftfeuchtigkeit anbietet. Bei zu trockener Unterbringung kommt es fast immer zu Häutungsschwierigkeiten, besonders bei den Jungtieren ist das oftmals ein großes Problem und kann zum Absterben der Zehen oder der Schwanzspitze führen, wenn Hautreste verbleiben.

Fütterung: Bei Leopardgeckos hat man die Erfahrung gemacht, dass jedes Tier etwas anderes mag. Einige fressen nur Mehlwürmer, andere nur Grillen (und davon auch nur Mittelmeergrillen oder Steppengrillen oder Heimchen) wieder andere fressen nur Wachsmaden, und andere nehmen alles. Man muss ein wenig rumprobieren, bis man die richtige Mischung gefunden hat. Es kann alles bis zur Größe von erwachsenen Heuschrecken angeboten werden. Leopardgeckos verschmähen auch kleinere Echsen nicht, deshalb dürfen keine Jungtiere mit adulten Tieren zusammengehalten werden. In der Paarungszeit kann man den Weibchen auch mal Nacktmäuse anbieten. Falls ein Tier nicht mehr frisst, wirkt eine Nacktmaus auch Wunder. Mäuse werden fast immer sofort angenommen und bald nehmen die Geckos auch wieder anderes Futter an.

Jungtiere sollten jeden Tag gefüttert werden. Die adulten Geckos brauchen dann nur noch 2-3 mal die Woche gefüttert werden.

Zu Trinken gibt man den Tieren frisches Wasser, in das man auch Vitamine mischen kann. Eine Schale mit Kalk sollte nicht fehlen.

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